Freiburger Chorgala 2026

Am 4. Oktober 2026 feiert Freiburg seine zwei Chorgala im Konzerthaus Freiburg. Neben Chormusik vom Feinsten werden wir Menschen, Vereine und Projekte auszeichnen, die sich ganz besonders um die Chorszene in Freiburg verdient gemacht haben.

 

Die Nomierten 2026 sind:

Ehrenamt   Chor sozial   Chor digital   Next Generation

Kategorie „Ehrenamt“

Thomas Litterst

Thomas Litterst ist seit vielen Jahren das organisatorische und menschliche Herz des Freiburger Kammerchors. Als Vorstandsvorsitzender engagiert er sich weit über das übliche Maß hinaus – mit außergewöhnlichem Organisationsgeschick, strategischem Weitblick, großer Zuverlässigkeit und sympathischer Bescheidenheit. Er strukturiert die Chorarbeit, koordiniert Konzertprojekte, leitet Vorstandssitzungen effizient und sorgt dafür, dass aus Ideen erfolgreiche Veranstaltungen werden. Förderanträge, Gremienarbeit und die Vernetzung mit dem Badischen Chorverband gehören für ihn ebenso selbstverständlich dazu wie der Einsatz für die Interessen des Chores.
Mindestens ebenso wichtig ist seine menschliche Art. Thomas nimmt sich Zeit für persönliche Gespräche, hört aufmerksam zu und schafft mit Humor, Herzlichkeit und Wertschätzung eine Atmosphäre, in der sich alle willkommen und mitgenommen fühlen.
Thomas ist ein visionärer und strukturierter Vorstand, ein verlässlicher Teamplayer und für viele schlicht der „Chor-Papa“. Ohne ihn wäre der Freiburger Kammerchor nicht das, was er heute ist: lebendig, hervorragend organisiert und geprägt von einem außergewöhnlich starken Gemeinschaftsgefühl. Für dieses herausragende ehrenamtliche Engagement wird er für den Preis in der Kategorie „Ehrenamt“ nominiert.

Bernhard Schmidt

Bernhard Schmidt hat die Freiburger Chorszene wie kaum ein anderer geprägt und nachhaltig weiterentwickelt. Als Mitinitiator der Freiburger Chornacht legte er den Grundstein für eine Veranstaltung, die sich seit 2016 zu einem festen kulturellen Höhepunkt entwickelt hat und Jahr für Jahr tausende Besucherinnen und Besucher sowie immer mehr Chöre begeistert.
Mit seiner Vision einer engeren Zusammenarbeit der Freiburger Chöre war Bernhard Schmidt zudem Gründungsmitglied des Vereins Chorstadt Freiburg. Dank seines Engagements entstand aus einer losen Abstimmung einzelner Konzerttermine ein starkes Netzwerk, das Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte fördert. Veranstaltungen wie das Festival „Chorwärts! Freiburg singt“ oder die Freiburger Chorgala tragen seine Handschrift und stärken das Chorleben weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Ein besonderes Beispiel seiner Innovationskraft war die Aufführung von John Taveners The Veil of the Temple im Jahr 2021, bei der sieben Freiburger Chöre gemeinsam ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis schufen.
Auch über Freiburg hinaus setzt sich Bernhard Schmidt seit vielen Jahren in verantwortungsvollen Ehrenämtern auf Landes- und Bundesebene für die Weiterentwicklung des Chorgesangs ein – unter anderem im Badischen Chorverband, im Deutschen Chorverband, im Deutschen Musikrat und im Bundesmusikverband Chor & Orchester.
Mit seinem Weitblick, seiner Tatkraft und seinem unermüdlichen Einsatz hat Bernhard Schmidt das Chorleben in Freiburg und darüber hinaus nachhaltig bereichert. Für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement nominieren wir ihn gerne für den Preis in der Kategorie „Ehrenamt“.

Kategorie „Chor sozial“

Freiburg Gospel Choir

Gemeinsam mehr als Musik

Seit 1986 steht der Freiburg Gospel Choir für die Überzeugung, dass Chormusik Menschen verbindet und Gemeinschaft schafft. Der Chor ist ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichsten Alters, mit verschiedensten Lebenswegen und persönlichen Voraussetzungen zusammenkommen. Entscheidend ist nicht, woher jemand kommt oder welche Einschränkungen bestehen – jede Stimme zählt und bereichert den gemeinsamen Klang.
Rund 70 Sängerinnen und Sänger zwischen 18 und 81 Jahren bilden eine lebendige Gemeinschaft, in der gegenseitige Wertschätzung, Offenheit und gelebte Inklusion selbstverständlich sind. Aus den wöchentlichen Proben entstehen Freundschaften, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Miteinander. Chorfreizeiten, offene Proben und zahlreiche ehrenamtlich organisierte Aktivitäten fördern den Austausch zwischen den Generationen und stärken den Zusammenhalt.
Ein besonderer Schwerpunkt des sozialen Engagements sind regelmäßige Auftritte in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Mit seiner Musik erreicht Freiburger Gospel Chor Menschen, die oft nur noch eingeschränkt am kulturellen Leben teilnehmen können. Die Konzerte schenken Freude, wecken Erinnerungen und schaffen wertvolle Momente des gemeinsamen Singens und Erlebens – gerade auch für Menschen mit Demenz.
Darüber hinaus gestalten der Chor Gottesdienste, Stadtteilfeste, Benefizveranstaltungen und öffentliche Konzerte.
Der Freiburg Gospel Choir wird vollständig ehrenamtlich getragen. Das Engagement seiner Mitglieder macht es seit vier Jahrzehnten möglich, Musik als verbindende Kraft in die Gesellschaft zu tragen.

 

Singkreis für Menschen mit und ohne Demenz

Leitung: Frank Leenen

Der von Frank Leenen geleitete Singkreis für Menschen mit und ohne Demenz ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Chormusik Lebensqualität, Teilhabe und Gemeinschaft fördern kann. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Demenz auf Augenhöhe – nicht als Betroffene und Begleitende, sondern als gemeinsame Sängerinnen und Sänger.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die das Chorsingen aus gesundheitlichen, familiären oder altersbedingten Gründen aufgeben mussten. In einer entspannten Atmosphäre erleben sie die Freude am gemeinsamen Musizieren neu. Dabei entstehen wertvolle soziale Kontakte, die Isolation entgegenwirken und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Das anschließende Beisammensein bei Kaffee und Gesprächen gehört ebenso zum Konzept wie das gemeinsame Singen und schafft Raum für Begegnung und Austausch.
Musik weckt Erinnerungen, aktiviert vorhandene Fähigkeiten und ermöglicht Teilhabe auch dann, wenn Sprache oder Alltag zunehmend schwerfallen. Der Singkreis zeigt eindrucksvoll, dass Chorsingen weit mehr sein kann als ein kulturelles Angebot: Es schafft Lebensfreude, gibt Halt und verbindet Menschen unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen.
Mit großem Engagement und fachlicher Erfahrung hat Frank Leenen einen Chor geschaffen, der Inklusion und Menschlichkeit auf besondere Weise lebt. Dieses Projekt leistet einen wertvollen Beitrag gegen Einsamkeit und Ausgrenzung und zeigt beispielhaft, welche soziale Kraft gemeinsames Singen entfalten kann. Deshalb verdient der Singkreis die Auszeichnung in der Kategorie „Chor sozial“.

Soulfamily

Leitung: Joel da Silva

Mit dem Chorprojekt Soulfamily hat Joel da Silva weit mehr als einen Chor geschaffen – er hat einen Ort der Begegnung, des Miteinanders und der gegenseitigen Unterstützung aufgebaut. Sein Herzensanliegen ist es, Menschen unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft oder persönlichem Hintergrund durch die Musik miteinander zu verbinden. Jede und jeder, der Freude am Singen hat, ist willkommen und wird offen aufgenommen.
Besonders zeichnet Joel da Silva seine außergewöhnliche Menschlichkeit aus. Er interessiert sich nicht nur für die musikalische Entwicklung seiner Sängerinnen und Sänger, sondern auch für die Menschen dahinter. Wer Unterstützung braucht oder eine schwierige Zeit durchlebt, erfährt von ihm Aufmerksamkeit, Mitgefühl und echte Fürsorge. So entsteht das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die füreinander einsteht und in der jede Person zählt.
Auch Studierende oder Menschen, die nur für kurze Zeit in Freiburg sind, finden bei Soulfamily sofort Anschluss und werden genauso herzlich aufgenommen wie langjährige Mitglieder. Offenheit, Vielfalt und gegenseitiger Respekt prägen das Miteinander.
Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Leidenschaft und seiner Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, macht Joel da Silva Soulfamily zu einem Ort, an dem Musik Brücken baut und Gemeinschaft gelebt wird. Dieses außergewöhnliche soziale Engagement macht Soulfamily zu einem würdigen Kandidaten für die Auszeichnung in der Kategorie „Chor sozial“.

John Sheppard Ensemble

Mitsingkonzerte

Seit 2014 veranstaltet das John Sheppard Ensemble jährlich seine Dreikönigs-Mitsingkonzerte und schafft damit ein außergewöhnliches musikalisches Angebot, das Menschen unterschiedlichsten Alters und mit ganz verschiedenen musikalischen Erfahrungen zusammenführt. Im Mittelpunkt stehen Weihnachtskonzerte mit wechselnden regionalen Schwerpunkten, die das Publikum auf besondere musikalische Entdeckungsreisen mitnehmen.
Das Herzstück des Projekts ist der generationenübergreifende Mitsingchor. Ohne Vorsingen können alle teilnehmen – erfahrene Chorsängerinnen und Chorsänger ebenso wie Menschen, die bislang noch nie in einem Chor gesungen haben. Dieses bewusst niedrigschwellige Angebot eröffnet vielen den Zugang zum gemeinsamen Singen und fördert Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft. Die stetig wachsende Zahl von inzwischen 150 bis 200 Mitwirkenden zeigt eindrucksvoll, wie groß das Bedürfnis nach einem solchen Format ist.
Neben den Proben und Konzerten legt das John Sheppard Ensemble großen Wert auf den persönlichen Austausch. Gemeinsame Begegnungen schaffen neue Kontakte und lassen aus einem musikalischen Projekt eine lebendige Gemeinschaft entstehen. Die begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmenden beschreiben das Erlebnis als herzlich, verbindend und lange nachwirkend.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Einladung an das gesamte Konzertpublikum, bei einem gemeinsamen Lied mitzusingen. In diesem Moment verschwinden die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum – aus einem Konzert wird ein gemeinsames musikalisches Erlebnis, das Menschen verbindet und die Freude am Singen unmittelbar erlebbar macht.
Die Mitsingkonzerte des John Sheppard Ensembles zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie Musik Menschen zusammenbringt, Berührungsängste abbaut und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Sie sind ein herausragendes Beispiel dafür, wie Chormusik Gemeinschaft stiften und das soziale Miteinander nachhaltig stärken kann.

Kategorie „Chor digital“

John Sheppard Ensemble

Audiovisuelle Konzertformate

Das John Sheppard Ensemble begeistert sein Publikum immer wieder mit außergewöhnlichen Konzertformaten. So widmete sich das Ensemble in der
Konzertreihe „Die vier Elemente“ nacheinander den Themen Wasser, Luft, Erde und Feuer und setzte diese Elemente in einem Zusammenspiel von Musik und Live-Videokunst (Manuela Hartel) auf vielfältige Weise in Szene.

Wie oft in den Programmen des John-Sheppard Ensembles war ein hoher Anteil zeitgenössischer Musik zu hören, darunter Werke von Komponistinnen wie z.B. Katerina Gimon, Irina Rebhuna oder Karin Höghielm, vieles als Freiburger Erstaufführungen.
Die vielseitig digital arbeitende Medienkünstlerin Manuela Hartel blendete dazu live Videos ein und reagierte dabei unmittelbar auf die Klänge, ohne die Musik visuell zu überladen. Dadurch wurde ein harmonisches, sichtbares und hörbares Zusammenspiel geschaffen. Im Rahmen des Projekts „Erde“ (2023) wurde das Format um eine einleitende Diskussion von aktueller gesellschaftlicher Relevanz zum Thema „Erde“ erweitert, an der Gäste aus Politik (Gabi Rolland, Daniela Evers), Kirche und Klimabewegung teilnahmen.

Zuschauerstimmen sprachen nach den Konzerten von, „wunderbarer Einheit“, „völlig anderer Sinnlichkeit und Sphäre“, „Sog“, „grandiosem Zusammenspiel zwischen dem Visuellen und dem Chor“, „Gesamtkunstwerk“. Zahlreiche Bilder, Trailer und Fotos entstanden im Laufe des Elemente-Zyklus, die online zu sehen und hören sind und so den Web-Auftritt des John-Sheppard- Ensembles bereichern.

Twäng!

Virtuell mit in die Probe – Content-Team von Twäng!

Der Freiburger Chor Twäng! zeigt eindrucksvoll, wie digitale Kommunikation Menschen für Chormusik begeistern und eine lebendige Gemeinschaft auch online erlebbar machen kann. Mit über 14.000 Followerinnen und Followern auf Instagram gehört der Chor zu den reichweitenstärksten Chören der Region und ermöglicht Interessierten einen authentischen Einblick in das Chorleben.
Verantwortlich dafür ist das ehrenamtliche Content-Team um Anna Zörlein mit Luise und Rita. Woche für Woche begleiten sie die Chorproben, produzieren Reels und Kurzvideos, entwickeln kreative Formate und nehmen ihre Community virtuell mit hinter die Kulissen. Auch Konzerte, Chorfahrten und besondere Veranstaltungen werden professionell dokumentiert und zeitnah auf den Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Dabei übernehmen die drei gleichzeitig die Rollen als Chorsängerinnen, Kamerafrauen, Redakteurinnen und Cutterinnen – oft bis spät in die Nacht und vollständig ehrenamtlich.
Neben der digitalen Präsenz verantwortet das Team auch die klassische Öffentlichkeitsarbeit mit Pressetexten und Bildmaterial. Durch ihre kontinuierliche, kreative und hochwertige Arbeit machen sie das Chorleben weit über die eigenen Reihen hinaus sichtbar, gewinnen neue Interessierte für das Singen und stärken die Identifikation der bestehenden Chorgemeinschaft.
Das Content-Team von Twäng! zeigt beispielhaft, wie digitale Medien Chorkultur modern, nahbar und nachhaltig vermitteln können. Mit großem Ideenreichtum und außergewöhnlichem ehrenamtlichem Einsatz schafft es eine Verbindung zwischen analogem Chorleben und digitaler Öffentlichkeit und verdient damit die Auszeichnung in der Kategorie „Chor digital“.

Camerata Vocale Freiburg

Social-Media-Team

Das Social-Media-Team der Camerata Vocale Freiburg – Maya Göttsching, Philipp Gramsch, Katja Kleespies und Julia Ortmann – hat den digitalen Auftritt des Chores in den vergangenen zwei Jahren mit großem ehrenamtlichem Engagement und hoher Professionalität entscheidend weiterentwickelt. Dabei entstanden nicht nur neue Formate, sondern auch innovative Wege, Chormusik einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Um die Qualität ihrer Arbeit kontinuierlich zu verbessern, bildete sich das Team gezielt in den Bereichen Videoproduktion, Storytelling und Medienrecht weiter. Das erworbene Wissen fließt unmittelbar in die digitale Kommunikation des Chores ein und ermöglicht zeitgemäße, kreative und professionell gestaltete Inhalte.
Regelmäßig begleiten kurze Videobeiträge die Konzertprojekte der Camerata Vocale. Interviews mit Solistinnen und Solisten, dem Chorleiter sowie Fachleuten aus Psychologie, Medizin und Musikwissenschaft eröffnen spannende Hintergründe zu Musik, Themen und Chorarbeit. Dadurch entstehen niedrigschwellige Zugänge, die Interessierte weit über das eigentliche Konzert hinaus ansprechen und begeistern.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Produktion eines Kurzfilms für den YouTube-Kanal des Chores, der die musikalische Qualität und den Gemeinschaftsgedanken der Camerata Vocale auf eindrucksvolle Weise vermittelt und dauerhaft digital erlebbar macht.
Mit Kreativität, fachlicher Kompetenz und außergewöhnlichem ehrenamtlichem Einsatz zeigt das Social-Media-Team, wie digitale Medien Chormusik nicht nur dokumentieren, sondern vermitteln, vertiefen und neue Zielgruppen erreichen können. Es leistet damit einen beispielhaften Beitrag zur digitalen Weiterentwicklung der Chorszene und ist ein würdiger Preisträger in der Kategorie „Chor digital“.

Wolfgang Roese

Digitalisierung des ORSO e.V.

Mit außergewöhnlichem Engagement und großer Innovationskraft treibt Wolfgang Roese die Digitalisierung der ORSO Orchestra & Choral Society seit Jahren maßgeblich voran. Seit der Corona-Pandemie hat er sich intensiv in moderne Softwareentwicklung und den Einsatz von KI-gestützten Entwicklungswerkzeugen eingearbeitet und die vereinsinterne Plattform ARPA nahezu im Alleingang entwickelt.
ARPA ist heute das digitale Herzstück des Vereins. Die Software vereint Projekt- und Probenplanung, Mitgliederverwaltung, Notenbibliothek, Set-Lists, Übe-Audiodateien, Helferorganisation, Kommunikationsfunktionen und viele weitere Bereiche in einer zentralen Plattform. Sängerinnen, Sänger und Orchestermitglieder können sich digital zu Projekten anmelden, erhalten automatisch aktuelle Informationen und finden alle benötigten Unterlagen an einem Ort. Selbst die Anwesenheit bei Proben wird per QR-Code erfasst.
Doch Wolfgangs Engagement geht weit über ARPA hinaus. Er entwickelt und betreibt weitere digitale Lösungen wie ein vereinseigenes Ticketportal und eine Mediathek für Konzertaufnahmen. Viele dieser Anwendungen hostet und wartet er selbst auf eigenen Servern – ehrenamtlich und neben seiner Tätigkeit als Musiker und künstlerischer Leiter.
Die Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer zeigen eindrucksvoll, wie sehr ARPA den Vereinsalltag vereinfacht, Kommunikation verbessert und die Zusammenarbeit erleichtert. Mit seinem visionären Einsatz verbindet Wolfgang Roese musikalische Leidenschaft mit digitaler Innovation und schafft Lösungen, die ORSO nachhaltig prägen. Sein außergewöhnliches Engagement macht ihn zu einem herausragenden Kandidaten für die Auszeichnung in der Kategorie „Chor digital“.

 

Kategorie „Next Generation“

John Sheppard Ensemble

Innovatives Konzertdenken

Das John Sheppard Ensemble entwickelt seit vielen Jahren Konzertformate, die Chormusik neu denken und künstlerische Grenzen bewusst erweitern. Mit großer Offenheit für neue Ausdrucksformen verbindet das Ensemble musikalische Exzellenz mit innovativen Ideen und schafft Konzerterlebnisse, die weit über das klassische Chorkonzert hinausgehen.
Immer wieder entstehen Formate, in denen Musik mit anderen Kunstformen in einen kreativen Dialog tritt. Choreografische Elemente, außergewöhnliche Aufstellungen der Sängerinnen und Sänger, Live-Videokunst, Lichtinstallationen sowie sinnliche Erfahrungen durch Düfte, Geschmack oder haptische Elemente machen Chormusik auf vielfältige Weise erlebbar. Auch Literatur, Schauspiel und szenische Gestaltung werden selbstverständlich in die Konzeption einbezogen und eröffnen neue Perspektiven auf das gemeinsame Musikerlebnis.
Ebenso prägend ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Konzerte werden durch Gesprächsrunden, Konzerteinführungen oder Zeitzeugengespräche ergänzt und schaffen so einen Raum für Reflexion und Austausch. Gleichzeitig setzt das Ensemble konsequent auf zeitgenössische Chormusik, zahlreiche Erstaufführungen und außergewöhnliche Instrumentierungen mit traditionellen und eigens für die Werke eingesetzten Instrumenten.
Das John Sheppard Ensemble beweist eindrucksvoll, dass Innovation nicht Selbstzweck ist, sondern neue Zugänge zu Chormusik schafft und ein vielfältiges Publikum erreicht. Mit seinem kontinuierlichen Mut zum Experiment und seiner kreativen Weiterentwicklung setzt das Ensemble wichtige Impulse für die Zukunft der Chorszene und ist damit ein herausragender Kandidat für die Auszeichnung in der Kategorie „Next Generation“.

Timea Djerdj

Tradition bewahren. Zukunft gestalten.

Timea Djerdj ist Chorleiterin, Konzertpianistin, Musikpädagogin und eine inspirierende Impulsgeberin für die Chorszene. Mit großem Engagement verbindet sie musikalische Bildung, kulturelle Identität und kreative Projektarbeit. Ihr gelingt es, Menschen unterschiedlicher Generationen für gemeinsames Singen zu begeistern und Traditionen so weiterzuentwickeln, dass sie auch für junge Menschen lebendig und relevant bleiben.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist das von ihr im Chorverband Breisgau herausgegebene, länderübergreifende alemannische Chorbuch „Gsunge wie gschwätzt“. Es vereint Chormusik aus verschiedenen alemannischen Regionen und Epochen und verbindet überliefertes Liedgut mit neuen Arrangements zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten. So wird musikalisches Kulturerbe bewahrt und zugleich für heutige Chöre neu erschlossen.
Diese Idee führte Timea Djerdj konsequent weiter: Auf ihre Initiative hin stand das Festival „Chorwärts! Freiburg singt alemannisch“ ganz im Zeichen der alemannischen Sprache. Chöre unterschiedlichster Stilrichtungen interpretierten traditionelle Stücke neu und zeigten eindrucksvoll, wie kulturelles Erbe kreativ weitergedacht werden kann. Mit der „Alemannischen Passion 2.0“ brachte sie Sängerinnen und Sänger aus 18 Chören sowie Mundartkünstler zusammen und bewies, dass selbst große, zeitgenössisch gestaltete Chorprojekte in alemannischer Sprache ein breites Publikum berühren können.
Timea Djerdj steht für einen zukunftsweisenden Umgang mit kultureller Tradition. Sie verbindet Bewährtes mit neuen Ideen, bringt Generationen und Chöre zusammen und schafft Projekte, die weit über einzelne Aufführungen hinauswirken. Mit ihrer Kreativität, ihrem Ideenreichtum und ihrer Fähigkeit, Menschen für gemeinsame Visionen zu begeistern, setzt sie nachhaltige Impulse für die Zukunft der Chormusik und verkörpert die Auszeichnung „Next Generation“ in besonderer Weise.